Heute Nachmittag war unsere Menschenmama ganz hektisch. Sie sagte, sie müsse noch ganz viele Sachen besorgen, um uns was zu bauen. Haben wir nicht verstanden. Als sie vom Einkaufen zurückkam, hatte sie eine große Holzplatte und Kleinkram gekauft. Aber wir erfuhren nicht, was das sollte und was das mit uns zu tun hatte.
Stattdessen packte sie uns in den Caddy und fuhr mit uns weg. Wir sollten Sam kennenlernen. Otis und ich kuschelten uns erst ängstlich aneinander, aber als wir unterwegs waren und merkten, das uns nichts geschieht, kuschelten wir uns gemütlich ins Heu, jeder auf einer Seite des Caddys.
Wir waren ziemlich lange unterwegs, unsere Menschenmama fluchte viel, weil irgendwer ihr den Weg versperrte. Sie sagte, es sei viel Verkehr und daß wir nun bestimmt zu spät kommen würden.
Dann trug sie uns in eine fremde Wohnung zu fremden Menschen. Ohne Vorwarnung wurden wir in einen großen Käfig mit Sägespänen gesetzt. Und da war er auch schon: Sam. Sam ist riesig groß und schwarz und hat unheimlich viel und langes Fell. Ganz anders als das Fell von Otis und mir. Sogar noch viel länger, als die lange Mähne von Otis.
Sam brummte uns sofort an und lief uns hinterher. Aber er hat uns nicht weh getan. Ich habe mich ihm gleich untergeordnet, aber Otis wollte sich das nicht gefallen lassen. Genau, wie er gestern gesagt hatte. Nach einer Weile setzten wir uns aber alle zusammen hin und knabberten Gurkenstücke. Für die Menschen war das ein gutes Zeichen und wir wurden alle zusammen in einen größeren Caddy gepackt und fuhren wieder nach Hause.
Zuhause erfuhren wir dann auch, wofür das Holzbrett da war. Unsere Menschenmama hat uns ruck-zuck noch eine Etage in den Käfig gebaut und die Streu komplett gewechselt. Ein neues Holzhäuschen hatte sie auch gekauft, das stand oben auf der Etage. Sie setzte uns alle drei auf die Etage, damit wir diese gleich kennenlernen sollten. Uns war das aber nicht geheuer und so versteckten wir uns alle in dem neuen Häuschen und kamen nur kurz vor, um den Salat zu essen, den wir noch bekommen hatten.
In dieser Nacht schliefen wir alle drei zusammengekuschelt in dem neuen Holzhäuschen. Sam ist eigentlich ganz okay. Und in sein langes Fell kann man sich wunderbar einkuscheln.
Sonntag, 11. November 2007
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